Checkout im Hotel war erst um Mittag, so nahmen wir es gemütlich und genossen nach dem unglaublich leckeren Frühstück, dem wohl besten und auch vielfältigsten der ganzen Reise (mit sogar Gipfeli und Müesli zu super leckerer Version des typisch Marokkanischen Frühstücks).

Dann stand noch etwas Pool und Aussicht auf die umliegenden Dächer an, bevor es dann in die Stadt ging.
Auf dem Programm stand schlendern durch die Gassen, vielleicht sogar noch neue Ecken entdecken und ein Besuch des Luxushotels Mamounia. Und wir starteten unsere letzte Entdeckungstour mit der entgegengesetzten Richtung, die wir sonst jeweils nahmen.. alle Wege führen schliesslich irgendwie zum grossen Jemaa el-Fnaa Platz und von da aus war es dann schliesslich einfach, den Weg zu finden. Oder so in der Art.
Nach der ersten Sackgasse machte Marco den Vorschlag, ohne Google Maps zu manövrieren, dafür Lena die Führung zu überlassen. Sie hat schon oft gezeigt, dass sie einen untrüglichen Orientierungssinn hat und nahm die Herausforderung (in 10 Minuten!) mit kritischem Gesicht an. Und ging mit Anouk daneben voran, Marco und Tanja im Schlepptau. Und auch wenn Marco vielleicht mal anders abgebogen wäre, der Weg passte perfekt, wir landeten (vielleicht nicht wirklich ohne Umwege) tatsächlich auf dem grossen Platz. Und gingen von dort weiter bis zum Hotel.
Am Eingang beschied uns der Eingangsmensch, dass ein Besuch möglich sei, aber nur für die Frauen, nicht für Marco in Shorts.. während uns von innen Gruppen von Personen entgegenkamen, wo Männer Shorts trugen. Egal.. Marco machte es sich auf einer Bank gemütlich während die Frauen reingingen. Und später wieder rauskamen mit gemischtem Fazit: Tanja hatte die Anlage schön gefunden, die Mädels nicht so speziell. Sie hatten wohl mehr «Posh & Pump» erwartet. Tja. Ach ja, vielleicht war es deshalb auch nicht erlaubt, Fotos zu machen. Lena weiss das jetzt.
Auf dem Rückweg gönnten wir uns noch eine Runde leckere Fruchtsäfte am Stand Nummer 37, der Verkäufer wies uns extra darauf hin, nicht wissend dass wir bald abfliegen würden. Er beglückwünschte uns noch zu «beautiful» Lena, obwohl diese als einzige keinen Saft bestellt hatte.. und bot ihr an, einen kleinen Saft für sie umsonst zu machen. Sie sagte zu und bedankte sich artig für die mega-schwere Saftmischung, die sie daraufhin erhielt. War auch super lecker.
Dann gings zurück ins Hotel, nach einem kleinen Snack Einkauf – wie üblich ganz wichtig für die hungrigen Frauen.. 3h Reise ohne Snacks… undenkbar. menschenunwürdig, verhungern, Panik, Katastrophe usw. Und unser MAD Guthaben abzüglich der zu erwartenden 200 MAD für den Trip zum Flughafen via Hotel betrugen dann noch ca. 270 MAD.
Im Hotel genossen wir noch den Pool, spielten Shit-Head während die Mädels auf (wieder mal) Pasta Arrabiata warteten und unser Geld Guthaben sank auf 67 MAD.
Um 15.50 hatten wir einen Fahrer bestellt, allerdings zog sich das noch eine Weile hin. Mit etwas Verspätung begleitete uns aber ein Hotel Mitarbeiter zum grossen Parkplatz und stellte sicher, dass wir das grosse Auto fanden, das ankam und Gäste vom Flughafen zum Hotel brachte. Effizient. Wieder ein paar MAD Trinkgeld weg.
Dann begann die «letzte Reise». Bis wir allerdings die Innenstadt verlassen konnten, musste sich der Fahrer noch durch enge Gassen winden, ein Gewirr von Fahrzeugen entwirren, heftig hupen und so weiter. Aber schliesslich kamen wir vielleicht 2.45h vor dem Flug am Flughafen an. Empfohlen werden drei Stunden.. sollte doch also locker reichen? Dachte sich zumindest Marco.
Naja, der kannte auch noch nicht die verschiedenen Wartezyklen, die notwendig waren, bis wir endlich im Flugzeug sassen.
- Sicherheitskontrolle der Gepäckstücke und erster Personenscan via eine der drei Eingangstüren, bevor die Flughafenhalle betreten werden durfte. Schlangenlänge vielleicht 40m, Zeit ca 10 Minuten
- Dann kam der Bagage Drop. Schlangenlänge in geschlängelter Manier vielleicht 150m, Zeitdauer bis zur Abgabe der Koffer (wobei derjenige der Mädels mit 21.3kg 100g leichter war als der von Marco und Tanja – sie waren stolz) vielleicht 20 Minuten
- Dann kam die Schlange zur Ausreisekontrolle, wieder etwa 40m, aber diesmal gings richtig schnell, nur ca 5 Minuten
- Aber kaum hatte man die hinter sich gebracht, kam die Sicherheitskontrolle der Handgepäckstücke, wieder über 100m Schlange, nochmals vielleicht 15 Minuten. Wir hatten dabei die Linie mit dem modernen Scanner, wo man rundum geprüft wurde und dabei die Hände über den Kopf heben musste
- Und dann kam man zum Gate.. es ware unterdessen 18.30h, Boarding war um 18.40 angesagt und fand auch so ungefähr dann statt.. mit kleiner Schlange, da wir zufällig eh schon ganz vorne standen
- Aber dafür durften wir danach draussen am Rande des Flugfeldes warten und zuschauen, wie Leute aus «unserem» Flugzeug ausstiegen und dann alle anderen Arbeiten gemacht wurden
Und so dauerte es eine Weile bis wir im Flugzeug sassen, den Start-Slot hatten und endlich abhoben. Ankunft in Basel wäre 23.30 gewesen, faktisch landeten wir etwas vor Mitternacht – der Flug war eher unruhig und schüttelig, aber irgendwann dann doch wieder so ruhig, dass wir noch etwas zu Essen bestellen konnten.
Und so kamen wir müde um 1.30h zu Hause an. Immerhin wäre es in Marokko dann erst 0.30h gewesen. Ende Ferien.