Das Frühstück nahmen wir am gleichen Ort wo wir den Abend beschlossen hatten, dem World of Waves. Der Strand war im leichten Morgennebel noch ganz ruhig.
Danach gings weiter zum bekanntesten Surfort der Gegend, dem Anchor Point. Einem Ort für die Fortgeschrittenen.. was sich vor Ort schnell zeigte. Nicht nur dass es zahlreiche Zuschauer hatte, es waren auch einige Fotografen mit grossen Objektiven vor Ort die besten Surfer festzuhalten versuchten. Wir blieben eine ganze Weile und schauten fasziniert zu, bis auf Lena, die kümmerte sich irgendwann wieder um Hunde.
Dann ging die Fahrt in Richtung Essaouria weiter, der nächste Stop waren die Timlalin Dünen, die sich wie in Arcachon (F) direkt zum Meer neigten. Bei Ankunft kamen gleich zahlreiche Einheimischen auf uns zu und wollten uns Quad- oder Dromedartouren anbieten. Wir verzichteten, wollten ja hier nicht viel Zeit verbringen, sondern nur einen Kurzbesuch machen. Marco sonderte sich dabei etwas ab und ging in die Dünen, während die Frauen es bevorzugten auf der anderen Seite eines kleinen Canyons zu bleiben und die Dünen von dort zu betrachten. Dafür verpassten sie einen grossartigen Anblick der Steilküste an dieser Stelle und verpassten es auch, durch einen kleinen Canyon wieder den Weg zurück zu machen.
Marco ging dann das Auto holen, das wir etwas weiter zurück abgestellt hatten, akzeptierte dann aber das Angebot eines Einheimischen, ihn mit dem Quad zum Auto zurückzufahren («free»). Dort angekommen, kamen nochmals ein paar Männer, um Touren zu verkaufen, als Marco antwortete, dass er nicht Sandboarden wolle, sondern eher im Schnee boarde, ergab sich noch ein interessantes kurzes Gespräch.
Als alle wieder im Auto waren ging die Fahrt weiter, nächster geplanter Stop Imsouane. Der Ort gilt als Surfer Ort der sich touristisch noch sehr zu Anfangszeiten befindet. Wir hätten den Surf-Teil fast nicht gefunden und wären schon fast weitergefahren, aber so sahen wir, dass der Ort eher schon einen Schritt weiter war, es gab einige komplett neuen Surfshops oberhalb des Strandes, die nicht älter als «Wochen» aussahen. Dort kehrten wir schliesslich ein und schauten nochmals ein paar Surfern zu. Im Gegensatz zum Anchor Point war das schon eher ein Ort für fast jedermann. Der Hauptstrand war bekannt für die möglicherweise längste Welle in Afrika – bei guten Bedingungen konnte man bis 2 1/2 Minuten auf einer Welle surfen. Und musste dann allerdings den weiten Weg am Strand wieder zurückgehen, um den Einstiegspunkt wieder zu erreichen. Das erklärte die Völkerwanderung am Strand.
Dann gings auf das letzte Wegstück und auch wenn Tanja den Auftrag hatte, auf Ziegen in Bäumen zu achten, so war es Marco der einige dieser Exemplare sah und gleich anhilelt. Und es dauerte nicht lange, bis ein uralter Ziegenhirte auftauchte und freundlich nach etwas Bakshish fragte – zumindest konnte die Geste so interpretiert werden. Und er freute sich über 3 MAD, ca 25 Rappen. So waren alle glücklich. Und ca 1 1/2h später erreichten wir das Hotel Vent des Dunes in Essaouria.
Das Hotel lag etwas ausserhalb aber klar in der Stadt, in der Nähe des Strandes. Also lags auf der Hand, dass wir die Badesachen packten und einen Blick darauf warfen.. allerdings trafen wir anstatt Sand (mit dem üblichen Abfall) auf einen Strand, wo sich Dutzende Dromedare mit ihren Treibern sowie ebenso zahlreiche Pferde aufhielten, jeweils mit ihren Dromedar-Führern oder Reitern.. entsprechend sah der Strand aus. Und alle buhlten um die Gunst von wenigen Touristen die sich ausserhalb der 3 Strandrestaurants bewegten. Wow. Dazu kam, dass der Meeresabschnitt im Nebel lag, während das vielleicht 100m landeinwärts gelegene Hotel an der Sonne war. Das gab ein sehr ungewohntes und mysisches Bild ab, aber wir kehrten trotzdem wieder zurück ins Hotel und bereiteten uns auf die Medina, die Altstadt vor.
Wir erhielten nach einiger Wartezeit einen Parkplatz nahe der Medina zugewiesen und machten uns dann auf den Weg die Medina und ihre Märkte zu erkunden. Die Stimmung war mystisch, da leichter Nebel in der Luft hing, während die Sonne durchdrückte. So gingen wir zuerst auf der Innenseite der Stadtmauer entlang bis zum Mogador Turm, wo die Sonne fast schon am Untergehen war.
Einige hungrigen Mäuler drängten allerdings darauf, dass wir sofort essen gingen.. bis wir dann allerdings was gefunden hatten, das wiederum allen Ansprüchen genügte, verging dann doch wieder einiges an Zeit und wir passierten zahlreiche Gassen und Stände und kauften auch vor allem günstigen Schmuck ein. Dieser schien definitiv günstiger als in Marrakesh und war vielerorts angeschrieben mit wenig Spielraum für Verhandlungen.. was uns aber teilweise auch entgegenkam.
Nach dem Essen schlenderten wir nochmals etwas durch die Gassen und assen Monster-Crepes, die man in allen möglichen Varianten haben konnte. Super lecker.. aber soviel, dass Marco praktisch bei allen den Rest (mal mehr, mal weniger) auffessen musste. Oder durfte.. auf jeden Fall war er danach definitiv übersatt.
Der Heimweg gestaltete sich dann gar nicht so einfach.. es war allerdings nicht die Route, die war einfach. Es waren die Licht- resp. Sichtverhältnisse im Auto bei unserer ersten Fahrt im Dunkeln. Die Scheiben war so staubig, dass Scheibenwischwasser wenig half und somit jedes entgegenkommende Auto einen beinahe blind zurückliess.. trotzdem kamen wir gut an und beschlossen den Tag nach einer kurzen Spiele-Session auf der Dachterrasse.